Beitrag Nr.4

Innerer Stadtgürtel


Stadtverdichtung Osnabrück


 
- Freiraumplanung - 6. Semester -
- Gruppenarbeit: 4 Studis -

 
 
Was war die Aufgabestellung?
Im Zuge des Moduls ‚Projekt Stadtentwicklung‘ sollte ein stadtplanerisches Konzept mit dem Schwerpunkt der Nachverdichtung entwickelt werden, indem im Gürtel um den Innenstadtring Osnabrücks nach einer potentiellen Flächen gesucht wurde, die sowohl ein größtmögliches Maß an Nachverdichtungsflächen birgt, als auch zusammen mit dem Freiraum eine qualitativ hochwertige Symbiose mit dem Bestand bildet.

Was war die Herausforderung der Aufgabe:
Die Herausforderung der Planung bestand darin, ein städtebauliches Konzept für die bestehende Fläche eines Supermarktes zu formulieren, bei dem sowohl der zur Verfügung stehende Platz zur Nachverdichtung genutzt wird, als auch genügend Freiraum aus ökologischen aber auch sozialen Aspekten zu schaffen. Ein ausgewogenes und angemessenes Maß zwischen Ver- und Entsiegelung musste gefunden werden. Gleichzeitig musste der Bedarf an Zielgruppen im Wohnquatier erfasst werden und angemessen darauf geantwortet werden.

Welche Ansätze und Ideen sind für die Lösung der Aufgabe gefunden worden?

Mit der Kombination aus Wohnen und dem Schaffen von Freiräumen haben wir versucht, ein breites Spektrum an Möglichkeiten für das Mehrgenerationenleben zu schaffen. Das urbane Areal des ehemaligen Rewe-Marktes wurde neu gedacht und beinhaltet Mehrgenerationenwohnungen, studentische Wohngemeinschaften, Senioren-Kindertagesstätten, wie auch den bestehenden Nahversorger Rewe. Dem Baukörper wird mittels Dachbegrünung zusätzlich Freiraum zugesichert und dient gleichzeitig als großzügiger Retentionskörper. Hier kann neben Entspannung und Erholung ein Anbau von vermarktungsreifen Gemüse- und Kräuterproduktionen erfolgen. Das Konzept zum Regenwassermanagement zieht sich gleichermaßen im Innenhof weiter, wo die geplanten Freianlagen verschiedene Teile des halböffentlichen und privaten Hofes miteinander verbinden. Die Belebung der Erdgeschosszone ermöglicht zusätzlich eine attraktive Adressbildung für das neue Arndtquatier. Multicodierung und eine angemessene Dichte in diesem städtebaulichen Entwurf schaffen eine Vielfalt im Mehrgenerationenleben und eine nachhaltige und soziale Stadtentwicklung am Arndtplatz.


 
Innovation: Welche Aspekte sind besonders kreativ und originell an der Arbeit?
Warum verbrauchen Supermärkte eine so hohe Fläche in der Stadt!? Kann diese Fläche nicht multifunktionaler genutzt werden? Innovativ war für uns vor allem der Ansatz der Multicodierung einer Fläche. Wir plädieren für eine neue Baufläche im Baugesetzbuch: der multicodierte Raum

Nachhaltigkeit: Welche Aspekte der Arbeit sind ökologisch, ökonomisch oder sozial nachhaltig?
Die Versiegelung der zu überplanenden Fläche wurde von 100% auf etwa 50% reduziert. Extensive und intensive Gründächer bieten sowohl einen pflanzlichen Mehrwerte für die Stadt als auch großzügige Retentionsflächen. Mehrgenerationenleben ermöglicht eine neue soziale Struktur im Quartier. 1 'Grundriss für alle' bremst Baukosten. Mit unserem Konzept haben wir auf jeder Ebene versucht eine nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern.