Beitrag Nr.2

Kleinstadt Mölln


Das Konzept der 5 Plätze

 
- Landschaftsarchitektur - 6. Semester -
- Gruppenarbeit: 2 Studis -

 
 
Was war die Aufgabestellung?
Die Entwicklung eines städtebaulichen Konzeptes mit freiraumplanerischen und hochbaulichen Elementen für ein Quartier im Stadtgebiet der Kleinstadt Mölln.

Was war die Herausforderung der Aufgabe:
Die Herausforderung war der Umgang mit den bewohnten Bestandsgebäuden und gut genutzten Innenhöfen. Die Bestandsgebäude waren in einem guten Zustand und sollten nur aus baurechtlichen Gründen abgerissen werden. Das Gebiet sollte dabei leicht verdichtet werden und die Verkehrssituation überdacht werden. Dazu kam, dass Mölln eine Kleinstadt im Großraum Hamburg ist und daher auch „kleinstädtische“ Gebäude verlangt. Außerdem erschien die Entwicklung eines Unterzentrums im Planungsgebiet zur Belebung eher unrealistisch. Also waren sanfte Nachverdichtung, sanfte Belebung bzw. Aktivierung und praktische Grünflächen gefragt.

Welche Ansätze und Ideen sind für die Lösung der Aufgabe gefunden worden?
Die Struktur der neuen Gebäude ergibt sich vorrangig durch das Fußgängernetz durch das Quartier. Darauf setzt sich die Gliederung in fünf Plätze, mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten und -Intensitäten. Jedem öffentlichen Platz wird ein kennzeichnendes Highlight hinzugefügt. Zur Hauptstraße beginnt das Quartier mit einem Marktplatz mit belebter Erdgeschosszone und dem Highlight Brunnen, darauf folgt ein breiter Spielplatz. Die Mittelachse mündet in einem multicodierten Parkplatz, der tagsüber für Urban Gardening und ein Café genutzt werden kann. Abseits der Hauptverbindungen liegen ein Skate- und Sprayplatz und ein „Grüner Platz“ als Ruhepol. All diese Plätze sind öffentliche Orte, dazu kommen halböffentliche und private Höfe zwischen den neuen Gebäuden.



 
Innovation: Welche Aspekte sind besonders kreativ und originell an der Arbeit?
Wir mögen besonders, die klare Aufteilung in private und öffentliche Orte, die vorher nicht gegeben war und damit die Öffnung des Gebietes zur Hauptstraße als Einladung für alle Möllner den ganzen Freiraum zu nutzen. Außerdem ist die Vielfältigkeit der neuen Nutzungsangebote als Anregung an die Bewohner, ihr Quartier neu zu entdecken und zu benutzen, besonders.

Nachhaltigkeit: Welche Aspekte der Arbeit sind ökologisch, ökonomisch oder sozial nachhaltig?
Ökologisch: Erhaltung der Bestandsvegetation und umfassendes Regenwassermanagement: Wasserflächen für die Versickerung und Verdunstung von Regenwasser + Gründächer Ökonomisch: die teilweise Erhaltung der Bestandsgebäude Sozial: die neue Mischung von Nutzern (Bewohner und andere Möllner) und die Aufteilung in klare Nutzungsgebiete: privat/öffentlich, laut/leise, Kinder/Jugendliche/Erwachsene